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Die Geschichte von Abraham

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Wir feiern heute das gesegnete Aid al Adha, viele kennen es sicher auch als das „Opferfest“. Ich habe dazu die Geschichte noch einmal zusammengefasst, für den der mag. Kleine Anmerkung noch am Rande: „Allah“ ist eigentlich nur die sprachliche Bezeichnung für „Gott“ und kein „besonderer“/“anderer“ Gott, auch Christen in arabischen Ländern sagen zu Gott „Allah“. Und Abraham wird in den islamischen Überlieferungen „Ibrahim“ genannt.

Aid al Adha und die Geschichte von Ibrahim (Abraham)

Der Prophet Ibrahim (Friede sei mit Ihm) wurde im Zeitalter des Götzendienstes geboren. Sein Vater Azar stellte kleine Götzenbilder mit seinen eigenen Händen her und verkaufte diese. Ibrahim jedoch, gesegnet durch die Barmherzigkeit Allahs, erkannte schon in seinen jungen Jahren die Sinnlosigkeit und leere des Götzendienstes, sie (die Götzen) besaßen weder die Kraft noch die Macht und auch nicht die Barmherzigkeit Allahs. Es waren leere Gestalten, die Ihnen (den Menschen) nicht antworten konnten. Allah sagt in Sura Al Anbija (21:51): „Und vordem gaben Wir Ibrahim seine Rechtschaffenheit; denn Wir kannten ihn.“

Schon in jungen Jahren vertraute Ibrahim auf den einzigen Gott und wies die Lehren seiner Vorfahren zurück. Er bemühte sich sein Volk vor dessen Irrweg zu warnen und sie auf den richtigen Weg zu führen. Allah sagt in der Sura Asch-Schuara (26:75): „Seht ihr denn nicht, was ihr da angebetet habt, ihr und eure Vorväter?“  Sie sind mir feindlich gesonnen; nicht aber der Herr der Welten der mich erschaffen hat; und Er ist es der mich führt und der mir Speis und Trank gibt. Und wenn ich krank bin, ist Er es der mich heilt und Er ist es, der mich sterben lassen wird und mich wieder zum Leben erwecken wird, und von dem ich hoffe, dass Er mir meine Fehler am Tage des Gerichts vergeben wird.“

Eines Tages entschied Ibrahim die Götzen seines Volkes zu zerstören, er wollte Sie vor der Sinnlosigkeit und dem Verderben retten. So steht in Sura Al Anbija(21:57): „Und bei Allah, ich will gewiss gegen eure Götzen verfahren, nachdem ihr kehrt gemacht habt und weg gegangen seid.“ Alsdann schlug er sie in Stücke, mit Ausnahme des Größten von ihnen, damit sie sich an ihn wenden könnten. Sie sagten: „Wer hat unseren Göttern dies angetan? Er muss wahrlich ein Frevler sein. Wir hörten einen jungen Mann von ihnen reden, Ibrahim heißt er. Sie sagten: So bringt ihn vor Augen der Menschen damit sie das bezeugen. Sie sagten: Bist du es gewesen, der dies unseren Göttern angetan hat, oh Ibrahim? So antwortete Ibrahim: Nein, dieser da, der größte von ihnen hat es getan. Fragt sie (die Götzen) doch, wenn sie reden können. Voller Ärger beschlossen die Götzendiener ihn (Ibrahim) zur Strafe ins Feuer zu werfen: „Verbrennt ihn und helft euren Göttern, wenn ihr etwas tun wollt.“ (Sura Al Anbija 21:67). Aber wie auch vieles andere ist das Feuer ein Geschöpf Allahs und so hat er Macht über das Feuer und verfährt mit ihm wie Er will. Allah sagte: „Wir sprachen: Oh Feuer, sei kühl und Frieden für Ibrahim.“ (Sura Al Anbija 21:68). Allah versorgt uns und schenkt uns Erfolg, auch dann wenn wir es am wenigsten erwarten. Als Ibrahim in das Feuer geworfen wurde, war sein Bittgebet: „ Hasbi Allahu wa ni´mal wakil“ – Allah ist genüge für mich und Er ist der beste Beschützer. So rettete ihn sein Herr durch seine Barmherzigkeit.

Ibrahim verließ das Land seiner Väter, wanderte aus in ein fernes, fremdes Land.  Es war das Zeitalter der Finsternis, doch Ibrahim ging unerschütterlich im Vertrauen auf Allah seinen Weg. Als Ibrahim älter wurde wuchs in ihm der Wunsch nach einem eigenen Kind heran, doch seine Frau Hajar war unfruchtbar. Ibrahim wandte sich an Allah: „Oh mein Herr, gewähre mir einen rechtschaffenen Sohn!“ (37:100) und sein Wunsch wurde erhört: „Da verkündeten Wir ihm einen nachsichtigen Jungen.“ (37:101). Allah schenkte ihm Ismail und fortan war Ismail die Liebe und Freude seines Vaters. Doch Ibrahim sollte noch einer weiteren Prüfung in seinem Leben unterzogen werden: eines Tages hatte Ibrahim einen Traum, in dem Allah ihm befahl seinen geliebten Sohn zu opfern. Ibrahim überkam schweres Leid und Schmerz, Zweifel und Ängste plagten ihn. Iblis flüsterte ihm ein Allah nicht zu gehorchen und erst nach seinem dritten, wiederholten Traum wusste Ibrahim was er tun musste. Ibrahim glaubt an die Weisheit und Barmherzigkeit Allahs.

Ibrahim wählte die Liebe zu Gott vor der Liebe zu dieser Erde „Dunja“. So sprach der Vater zu seinem Sohn: Oh mein lieber Sohn, ich träumte dass ich dich opfern soll, oh was sagst du mein Sohn? (37:102). Ismail antwortete seinem geliebten Vater: „Oh mein Vater, tu, was die befohlen wird. Du wirst mich, wenn Allah will als einen Standhaften finden.“ (37:102). So gingen sie beide fort, im Vertrauen auf Allah, doch fühlte Ibrahim bei jedem Schritt einen tiefen Schmerz in seinem Herzen. „Als sie beide sich ergeben gezeigt hatten und er ihn auf die Seite der Stirn niedergeworfen hatte, riefen wir ihm zu: „Oh Ibrahim, du hast das Traumgesicht bereits wahr gemacht.“ Gewiss, so vergelten Wir den Gutes Tuenden. Das ist wahrlich eine deutliche Prüfung (37:103-106). So opferte Ibrahim für Allah mit großer Erleichterung und Dankbarkeit ein Tier: „Und wir lösten Ibrahim mit einem großartigen Schlachtopfer aus.“ (37:107).

Noch heute gedenken wir dieser gewaltigen Prüfung, die Allah auf Ibrahim herab sandte. Vielleicht überlegen auch wir einmal, wer oder was unsere „Ismail“ in unserem Leben ist.

Ein gesegnetes Opferfest-Taqabala Allahu mina wa minkum. Wishing you a blessed Eid!

17 Comments

  1. salamualaikum,
    ach wie schön, die Geschichte noch einmal zu lesen ;-)
    Nochmal Taqaballah minna wa minkum,

    viele grüße
    Maryam

    • oh I´m so sorry:( I think my English isn´t good enough for a correct translation (but maybe better than google..ehm:))..think this is not really difficult to be better than google)…however, its the story about Ibrahim and his son Ismail..concerning why we ecelebrate Eid al Adha.. wishing you a blesse Eid as well, taqabal Allahu minna wa minkum!

  2. No no, with google translate, I could understand what it was about. I just really liked it and wanted to link to it, but most of my readers are English speaking :)

  3. Pingback: Blessed Eid to the muslim world! | enim enim

  4. Pingback: Die Geschichte von Ibrahim | JenMun(a)

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